Eduard-Job-Stiftung für Thermo- und Stoffdynamik

Trinkende Ente

Versuch: Trinkende Ente

Versuchsdurchführung:
Der Kopffilz der „Trinkente“ wird befeuchtet.

Beobachtung:
Die Ente beginnt in periodischen Abständen zu „trinken“.

Erklärung:
Die „trinkende Ente“ ist eine Stoffkraftmaschine, die die chemische Potenzialdifferenz zwischen flüssigem Wasser und dem Wasserdampf in der Luft ausnutzt.

Auf Grund des Phänomens der Massenwirkung liegt das Potenzial des in der Luft verdünnten Wasserdampfes unterhalb desjenigen von flüssigem Wasser, der Verdunstungsvorgang

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läuft also freiwillig ab.

Der dem Gefälle des chemischen Potenzials folgende Dampfstrom vom Filz in die Umgebungsluft ist mit einem Entropiestrom gekoppelt. Dadurch kühlt der nasse Filz aus, und es beginnt Entropie aus dem Innern des Kopfes nachzuströmen, so dass sich der Kopf relativ zum Hinterteil abkühlt und ein Teil des Dampfes der sehr niedrig siedenden Füllflüssigkeit darin kondensiert. Zum Ausgleich des Unterdruckes steigt Flüssigkeit durch das Steigrohr in den Kopf und die Ente kippt nach vorn.

Mit Hilfe einer entsprechenden Konstruktion ist die Ente in der Lage, ein kleines Gewicht anzuheben; dies belegt, dass wir es tatsächlich mit einer Stoffkraftmaschine zu tun haben..

Video (mpg4, 1:43)